Meine Vorstellung von heilsamer Psychotherapie basiert auf einem authentischen Miteinander. Dafür braucht es gegenseitiges Vertrauen, Einfühlungsvermögen, Offenheit und Verbindlichkeit.

Heilsam wirkt eine Therapie dann, wenn wir uns vertrauensvoll öffnen können und bereit sind, uns voll und ganz dem hinzugeben, was gehört, gefühlt und gesagt werden will. Wir dürfen erfahren, dass wir nicht alleine sind und Unterstützung in Anspruch nehmen dürfen, wenn wir sie brauchen. Alles darf da sein, ohne sofort eine Lösung dafür parat zu haben oder eine Veränderung erzwingen zu müssen. Der Zustand, so wie er jetzt ist, wird nicht als gut oder schlecht bewertet, sondern als das was ist, ohne Wertung und Vorurteil. Dies ist der Ausgangspunkt. Von dort aus können wir weitergehen.

Durch behutsames, liebevolles Betrachten und Erforschen unserer inneren Räume von Körper, Geist und Seele, ausgedrückt in Gedanken, Emotionen, Gefühlen, Bewusstsein und Selbstwahrnehmung, haben wir die Möglichkeit zu einem Gefühl der Ganzheit und Einheit zurückzukehren. Durch Achtsamkeit und Akzeptanz können wir tiefe Heilung erleben, die zu Liebe, Freude, enger Verbindung mit uns selbst und der Erfüllung unseres wahren und vollständigen Potenzials führt.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "Psychotherapie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Heilung der Seele" [Psyche (Seele) und Therapeia (Heilung)]. Mir gefällt diese Definition, weil ich finde, dass sie eine großartige Erinnerung daran ist, worum es bei einer Therapie geht oder was sie für uns sein kann.

Wenn wir echte Veränderungen in uns bewirken wollen, ist es wesentlich, mit unserer inneren weisen Instanz Kontakt aufzunehmen: Wer sind wir wirklich, hinter all den Schwierigkeiten, denen wir gegenüberstehen? In welcher Weise ist die momentane Krise dienlich für unsere persönliche Weiterentwicklung? Inwiefern könnte meine Erfahrung mit persönlichen Herausforderungen für mich und meine Umwelt wertvoll und sinnstiftend sein?

In meinem Verständnis von Therapie ist die Akzeptanz dessen was ist und die Frage nach dem Potenzial für Weiterentwicklung gleichsam wichtig.

Klientenzentrierte Gesprächstherapie

Die Klientenzentrierte Gesprächstherapie schafft Raum für Eigenreflexion, Selbstwahrnehmung und persönliches Wachstum. In einer Atmosphäre, die geprägt ist von Wärme, Anteilnahme und Akzeptanz erleben wir echten emotionalen Kontakt und erfüllende Begegnungen. Wir dürfen uns so zeigen, wie wir wirklich sind. Wir lernen, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu erlauben und mitzuteilen und befähigen uns, diese Erfahrung in unsere Alltagswelt zu übertragen.

Wir dürfen spüren, wie es sich anfühlt, selbstgesteckte Grenzen zu überschreiten und im geschützten Raum neue (Frei-)räume für uns zu erschließen: Was bedeutet es, authentisch und im Einklang mit unserem Denken, Fühlen und Handeln zu sein? Wie können wir verbunden sein und gleichzeitig selbstbestimmt? Wie gelangen wir zu mehr Bewusstheit für die Signale unseres Körpers, für unsere innere Stimme und Intuition? Im Klientenzentrierten Dialog erleben wir aufrichtiges Interesse, echtes Zuhören und einfühlendes Verstehen. Wir fühlen uns ermutigt, die eigenen inneren Welten nicht-wertend zu erkunden.

In seinem Innersten weiß jeder Mensch was er braucht, um eine positive Veränderung in seinem Verhalten und Erleben zu bewirken. Meine Aufgabe sehe ich darin, meine Klienten auf Augenhöhe und mit Empathie, positiver Wertschätzung und bedingungsloser Akzeptanz zu unterstützen und in ihrem Prozess zu begleiten.

KÖRPERORIENTIERTE PSYCHOTHERAPIE

In der Körperorientierten Psychotherapie steht das unmittelbare und vor allem das körperlich empfundene Erleben im Mittelpunkt. Wir erleben unseren Körper als Verbündeten, der uns mit unseren Gefühlen, Empfindungen, inneren Bildern oder Erinnerungen in Kontakt bringt. Unser Körper spiegelt uns, wie wir die Welt bisher erlebt haben und was diese Erfahrungen mit uns gemacht haben. Manchmal jedoch fehlt uns der Raum, um unseren Gefühlen und Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Wir erlauben uns nicht, unsere Wut und Angst, Freude, Trauer oder Scham zuzulassen, weil es uns nicht angemessen scheint.

In der körperorientierten Arbeit erfahren wir Körper und Psyche als eine Einheit und lassen uns darauf ein, was der Körper uns erzählt. Wir dürfen damit experimentieren, wie es sich anfühlt, in einem geschützten Raum die Kraft der Wut zu erleben, ihr Ausdruck zu verleihen und eine klare Position zu beziehen. Wir dürfen tief in unsere Trauer eintauchen, sie in jeder Faser unseres Körpers spüren, sie wertschätzen und Frieden mit ihr schließen. Wir dürfen uns wagen, unsere dunkle, lähmende Angst im Körper zu spüren und ihre mysteriöse Kraft zu erforschen, die sich uns erst erschließt, wenn wir ihr begegnen.

Durch Achtsamkeits-, Berührungs- und Körperausdrucksübungen erkunden wir, was im gegenwärtigen Erleben auftaucht. Ohne zu bewerten und verändern zu wollen, fangen wir an, uns selbst besser zu verstehen.

SYSTEMISCHE PSYCHOTHERAPIE

Die systemische Psychotherapie beschäftigt sich mit der Rolle des Einzelnen im Wechselspiel mit Familie, Partnern, Freunden oder Arbeitskollegen. Für mich ist das Mobile immer ein sehr schönes Bild dafür, wie man sich die Wirkweisen innerhalb eines Systems vorstellen kann: Bringen wir ein Element in Bewegung, setzen sich die übrigen Elemente auch in Bewegung. Verändern wir die Art der Bewegung, beispielsweise durch eine veränderte Kommunikation oder Interaktion, so verändert sich die gesamte Dynamik. Im Mittelpunkt stehen das Erkennen wiederkehrender Muster und das Experimentieren mit neuen Lösungswegen. Wir wechseln die Perspektiven und lernen unser eigenes Verhalten und das der anderen besser zu verstehen.

So arbeite ich beispielsweise mit dem Familienbrett, auf dem stellvertretend für Personen und Beziehungen kleine Figuren und Symbole aufgestellt werden. Eine andere Methode, die ich gerne verwende, ist die Teilearbeit. Dabei wird der Mensch als ein ganzheitliches System mit unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen betrachtet. Alle Persönlichkeitsanteile, auch die ungeliebten, verletzten oder verletzlichen Anteile, bekommen ihren sinnvollen Platz im eigenen System. Liebevoll integriert dienen sie uns als Ressource.

Die Lösungen kommen in der systemischen Arbeit immer aus dem Klienten selbst. Jeder Mensch ist sein eigener Experte für die eigene Wirklichkeit und die Lösung seines Problems steckt bereits in ihm. Meine Aufgabe sehe ich darin, einen Raum zu schaffen, in dem Chancen zur Entwicklung und Veränderung im System entstehen dürfen.

TRANSPERSONALE PSYCHOTHERAPIE

Die Transpersonale Psychotherapie begreift den Menschen in seiner Ganzheit. Sie verbindet klassische Psychotherapie mit spirituellen und philosophischen Konzepten. Im Kern geht es darum unser wahres Selbst zu erkunden, den Sinn des Lebens zu erforschen und uns verbunden zu fühlen.

Auch wenn wir uns auf persönlicher Ebene wohl fühlen, unseren Platz in der Welt eingenommen haben und gelernt haben unsere Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, auszudrücken und für uns einzustehen, so führt uns das Leben doch auch in Situationen, in denen wir uns verloren fühlen. Wir stellen fest, dass das Leben größer und mächtiger ist, als unsere Vorstellungen und Vorlieben und wir nicht alles kontrollieren können. Auf einmal fangen wir an, uns zu fragen, wie wir es schaffen könnten, glücklich zu sein. Auch wenn das Leben, so wie es sich in diesem Moment ereignet, nicht unseren Erwartungen entspricht. Wir fragen uns vielleicht, wie wir uns dem Leben trotz Unsicherheit, Verlust, Krankheit und Tod vertrauensvoll hingeben können. Genau in diesen Phasen verspüren wir eine besondere Sehnsucht nach einer tieferen Sicherheit, einem tieferen Sinn.

In der Transpersonalen Psychotherapie erlauben wir uns, Antworten jenseits unserer üblichen Erfahrungen zu suchen und die mystisch-spirituelle Dimension unseres Seins zu erkunden. So fließen in meine Arbeit Elemente aus der Meditation, der Traumkörperarbeit und des Schamanismus sowie Methoden aus der Atem- und Körpertherapie ein.